Art. 4 KI-VO · AI Literacy

Wie funktioniert die KI bei MintFolder AI?

Transparenz gemäß Art. 4 KI-Verordnung (EU) 2024/1689 — gültig seit 2. Februar 2025

Hinweis: Diese Seite dokumentiert eine interne technische Selbstprüfung der im Quellcode von MintFolder AI implementierten Maßnahmen. Es handelt sich nicht um ein Testat, Gutachten oder eine Bescheinigung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, einer Datenschutzbehörde oder einer anderen fachkundigen Stelle. Die Dokumentation wurde mittels automatisierter Code-Analyse erstellt und dient der Transparenz gegenüber Kunden und Partnern.

🤖 1. Was macht die KI?

Die KI in MintFolder AI erfüllt drei Aufgaben:

  • Klassifizierung: Erkennt den Dokumenttyp (Rechnung, Vertrag, Bescheid, etc.)
  • Datenextraktion: Liest Datum, Absender, Empfänger, Betrag und Kategorie
  • Benennung: Erstellt einen strukturierten Dateinamen nach DMS-Schema

Wichtig: Die KI trifft keine rechtlichen, finanziellen oder medizinischen Entscheidungen. Sie ist ein Organisationswerkzeug — kein Ersatz für professionelle Beratung.

⚙️ 2. Welche KI-Modelle werden verwendet?

MintFolder AI nutzt ein mehrstufiges Fallback-System für maximale Verfügbarkeit:

Google GeminiPrimär
Anthropic ClaudeFallback 1
OpenAI GPT-4oFallback 2

Wenn ein Anbieter ausfällt, wird automatisch der nächste verwendet. Alle Anbieter verarbeiten Daten gemäß Art. 28 DSGVO (Auftragsverarbeitungsverträge) mit SCCs und DPAs. Keiner der Anbieter verwendet Ihre Daten zum Trainieren von KI-Modellen (Stand April 2026; wir kontrollieren keine Drittanbieterrichtlinien).

👁 3. Was sieht die KI?

  • Für die Klassifizierung wird nur die erste Seite des Dokuments analysiert
  • Ein DSGVO-Gatekeeper prüft automatisch, ob sensible Inhalte vorliegen (Gesundheitsdaten, biometrische Daten, religiöse Daten)
  • Bei sensiblen Kategorien (Art. 9 DSGVO) greift der DSGVO-Gatekeeper (keyword-basiert): erkannte Inhalte sollen vorrangig lokal verarbeitet und von externen KI-Aufrufen ferngehalten werden. Die Erkennung basiert auf 187 Schlüsselwörtern. Technische Grenzen bestehen.
  • Bei sensiblen Dokumenten wird der Text vor dem KI-Aufruf bestmöglich um strukturierte personenbezogene Daten (IBAN, Steuernummer, E-Mail, Telefon) bereinigt. Inline-Namen können verbleiben — daher gilt die Gatekeeper-Blockade für Art.-9-Inhalte.

⚠️ 4. Was kann die KI nicht?

Wie jedes KI-System hat MintFolder AI Grenzen:

  • Fehlerhafte Klassifizierung: Die KI kann einen Dokumenttyp falsch erkennen (z.B. eine Rechnung als Vertrag)
  • Falsche Datenextraktion: Beträge, Daten oder Absender können ungenau extrahiert werden
  • Halluzinationen: Die KI kann Informationen „erfinden“, die im Dokument nicht vorhanden sind
  • Handschrift/Scans: Schlecht lesbare Dokumente führen zu schlechteren Ergebnissen
  • Keine Rechtsberatung: Die Klassifizierung ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder medizinische Beratung

Überprüfen Sie alle KI-Ergebnisse eigenständig. Sie können jede Klassifizierung und Benennung jederzeit manuell korrigieren.

🛡️ 5. Ihre Rechte

  • Menschliche Überprüfung: Sie können jede KI-Entscheidung einsehen und ändern
  • Transparenz: Auf Anfrage informieren wir Sie, welcher KI-Anbieter Ihr Dokument verarbeitet hat
  • Widerspruch: Sie können die KI-Verarbeitung jederzeit ablehnen
  • Datenexport: Alle Ihre Daten können jederzeit exportiert werden (Art. 20 DSGVO)
  • Löschung: Ihr Konto und alle Daten können jederzeit gelöscht werden (Art. 17 DSGVO)
  • Kontakt: [email protected]

Fragen zur KI-Verarbeitung?
[email protected]

Für ein rechtsverbindliches Testat wenden Sie sich an eine zugelassene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (z.B. nach IDW PS 880 für GoBD oder ISO 27001 für Informationssicherheit).

Interne Dokumentation · Kein Testat · Stand: April 2026 · Version 2.0